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How to: Analsex

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FAQ YOU Team

Hast du schon mal über Analsex nachgedacht? Zunehmend mehr Menschen geben in Umfragen an, welchen zu haben. Kein Wunder: rund um den After (die Rosette) laufen Tausende von Nervenenden zusammen, welche die Rosette zu einer erogenen Zone machen.  

Also, are you ready für ein bisschen Spaß am Hintertürchen? Egal, ob es nun morgen losgehen soll oder du nochmal drüber nachdenken möchtest...

 

...hier findest du alles was du über Analsex wissen musst. 

 

In der Antike war es noch eine gängige Sexualpraktik, heutzutage wird Analsex oft tabuisiert. Manche haben Angst, dass es schmutzig wird oder wehtut. Das ist ein häufiger Irrglaube: Im Enddarm befinden sich höchstens kleine Spuren Kot und mit der richtigen Vorbereitung muss Analsex auch nicht schmerzhaft sein, sondern kann sich echt gut anfühlen! Auch gefährlich ist Analsex nicht, wenn du dich richtig vorbereitest und das Ein oder Andere dabei beachtest. 

 

Jede Person kann Analsex haben (und genießen)! 

 

Nicht nur der äußere Afterbereich besteht aus vielen Nerven, die durch streicheln, massieren oder lecken für ein gutes Gefühl sorgen können – auch der innenliegende Teil des Enddarms sorgt bei Penetration für Glücksgefühle. Das liegt bei Menschen mit Penis an der Stimulation der Prostata (auch der männliche G-Punkt genannt) bzw. bei Menschen mit Vagina am sogenannten A-Punkt. Diese Zonen werden vor allem beim Analsex stimuliert, was bei anderen Sexpraktiken normalerweise nicht der Fall ist. 

 

Leck mich doch am Arsch – welche Arten von Analsex gibt es überhaupt? 

 

Es gibt verschiedene Arten, wie du dein Hintertürchen in dein Sexleben einbeziehen kannst. Eine gute Vorbereitung auf Analsex, die aber auch ohne spätere Penetration schön sein kann, ist fingern und rimming. Genauso wie beim Vaginalsex kann das Loch zunächst mit einem, dann mit zwei oder drei Fingern gefingert werden. Beim Rimming wird der Analbereich bzw. die Öffnung wie beim Oralsex mit der Zunge und den Lippen stimuliert.

 

Außerdem gibt es verschiedene Sextoys, die sich speziell für Analsex eignen. Dazu zählen zum Beispiel Analplugs, Analvibratoren, Analdildos oder Analketten. Wichtig ist, dass die Toys speziell für Analsex gemacht sind und eine Basis haben, da sie sonst durch den Innendruck in deinem Po verschwinden können. Daher: immer darauf achten, dass alles was in deinen Po geht unten breit genug ist. Wer will im Krankenhaus schon erklären, warum da eine Gurke oder ein Vibrator irgendwo in deinem Darm steckt? 

 

Wenn du dann vielleicht schon ein bisschen mit den obigen Sachen experimentiert, dich an das Gefühl gewöhnt und etwas vorgedehnt hast, kannst du es mit der klassischen Penetration durch einen Penis oder Dildo versuchen. Achte dabei darauf, dich nicht zu übernehmen, sondern mach lieber Pausen oder hör auf, sobald es zu viel wird oder gar weh tut! 

 

Wie halte ich alles sauber? 

 

Praktisch musst du zur Intimreinigung nicht viel tun. Manche fühlen sich allerdings wohler, wenn sie sich vorher gründlich rasiert und sauber gemacht haben. Von außen reicht es, deinen Po mit Wasser – am besten über einem Bidet - sauber zu machen. Wenn du Seife oder Tücher benutzen möchtest, solltest du sparsam umgehen, da diese die empfindliche Haut reizen. Am besten eignet sich in dem Fall Seife ohne Zusatzstoffe und mit einem ph Wert von 5.  

 

Es ist auch möglich innendrin zu säubern. Bei der Penetration können kleine Kotreste aus dem Enddarm zum Vorschein kommen. Das ist total normal, aber wenn dir das zunächst unangenehm ist, lässt sich das durch eine Analdusche vermeiden. Diese kannst du in der Drogerie oder online kaufen oder – wenn dafür keine Zeit mehr ist – eine Wasserflasche nutzen.

 

Achte bei der Analdusche genau auf die Anweisungen in der Packungsbeilage! Alternativ kannst du auch eine komplette Darmspülung machen. Das ist allerdings nicht nötig, da beim Analsex nur der Bereich penetriert wird, der auch durch eine Analdusche gereinigt wird. Beides sollte allerdings nicht zu häufig gemacht werden, da diese nicht so gut für den Körper sind. Die innere Reinigung ist also nur eine Option, damit du dich wohler fühlst und keine Notwendigkeit! 

 

In jedem Fall kannst du – oder ihr – ein Handtuch unterlegen, falls es messy wird. Außerdem könnt ihr zur Hygiene beim Fingern einen medizinischen Handschuh oder bei der Penetration ein Kondom nutzen. 

Bevor es losgeht – worauf muss ich achten? 

 

Zunächst solltest du erstmal viel Geduld und Gleitgel mitbringen. Grade am Anfang solltest du nichts überstürzen und es vorsichtig angehen. Im Normalzustand ist der Schließmuskel – also der ringförmige Muskel, der den Enddarm schließt –zusammengedrückt. Daher musst du diesen bewusst entspannen, bevor du etwas in deinen Po einführen kannst. Es hilft auch – wie beim Kacken - den Muskel währenddessen leicht nach außen zu drücken.

 

An manchen Tagen fällt dir das vielleicht einfacher als an anderen – hör da einfach auf deinen Körper und mach nur das, womit du dich auch wohlfühlst! Mit dem Partner bzw. mit der Partnerin ist Kommunikation ganz wichtig. Gebt Feedback was sich gut anfühlt und fragt nach, was okay ist. 

 

Gleitgel! 

 

Egal ob du einen Finger, ein Analtoy oder einen Lörres in deinen Po steckst, verteil vorher darauf und an der Öffnung reichlich Gleitgel. Der Darm produziert keine natürliche gleitfreudige Feuchtigkeit, welche die Penetration erleichtert. Analsex ohne Gleitgel ist daher schwierig und tut schneller weh. Das bedeutet auch, dass sobald es trockener wird, du mit etwas Gleitgel nachschmieren solltest. Also: damit es gut flutscht, immer reichlich Gleitgel verwenden! 

 

Am besten für Analsex eignet sich Gleitgel auf Silikonbasis, da dieses lange anhält. Allerdings darf Silikongleitgel nicht zusammen mit Sextoys aus Silikon verwendet werden – achte daher vorher darauf, dass Gleitgel und eventuell benutzte Analtoys miteinander funktionieren. Ölbasierte Gleitgele sind ähnlich, allerdings nicht mit Latex-Kondomen verträglich. Das Öl löst die Kondome auf und bietet daher keine Option für safen Sex! Anders als Silikongleitgele, zieht Gleitgel auf Wasserbasis schneller in der Haut ein – du musst also schneller nachschmieren. Dafür vertragen sich wasserlösliche Gleitgele gut mit deiner Haut, Sextoys sowie Kondomen. Schau daher einfach, was für dich infrage kommt und probier‘ es aus! 

 

Wo fange ich an? 

 

Ist anal noch Neuland für dich, kann es sein, dass du dich erst noch an das Gefühl gewöhnen musst. In dem Fall hilft es wortwörtlich klein anzufangen und sich schrittweise heranzutasten. Auch vor jedem Mal analer Penetration, solltest du ausreichend Zeit zur Vorbereitung einplanen. Es hilft am Anfang erstmal mit sich selber zu experimentieren, bevor man einen Partner oder eine Partnerin dazu holt. So weißt du bereits, was dir gefällt und was möglicherweise Grenzen sind. 

Und wie läuft das Ganze ab?

 

Wenn du mit einem Partner oder einer Partnerin zugange bist, könnt ihr den Po ins Vorspiel einbeziehen; alleine kannst du zur Entspannung erstmal den äußeren Bereich massieren. Sobald du entspannt bist und dich ready fühlst, kannst du versuchen vorsichtig die Spitze eines Fingers bzw. dünnen Analplugs oder –dildos gegen die Öffnung zu drücken. Achte dabei darauf ausreichend Gleitgel zu verwenden. Wenn du dich daran gewöhnt hast, kannst du versuchen zwei Finger oder ein etwas breiteres Toy zu benutzen. Mit einem Penis oder Dildo solltest du nur anfangen, wenn du dich durch die entsprechende Vorbereitung auch bereit dazu fühlst. 

 

Und wo liegt jetzt die Prostata bzw. der A-Punkt? 

 

Die Prostata liegt ca. 5-7 cm innen an der vorderen Darmwand und fühlt sich von innen weich an. Man kann die Prostata von innen sowie von außen massieren. Die Prostata befindet sich zwischen Hoden und After. Massiert man also diese Stelle, stimuliert man die Prostata von außen.

 

Um sie von innen zu stimulieren, kann man beim Fingern ein oder zwei Finger in Richtung Bauch drücken oder krümmen. Es kann sein, dass es ein bisschen dauert, bis man bei der Stimulation einen Effekt spürt. Ein Zeichen dafür die Prostata gefunden zu haben ist der Drang zu Pinkeln, da durch Prostatastimulation Ejakulationsflüssigkeit produziert wird. Dadurch kann man auch eine Ejakulation ohne Orgasmus bekommen. 

 

Neben dem G-Punkt wird bei Menschen mit Vagina auch oft der A-Punkt (auch AFE-Zone genannt) stimuliert. Dieser befindet sich ca. 10-11 cm tief in der Vagina direkt vor dem Muttermund und wird durch den anderen Winkel beim Analsex häufiger getroffen als beim Vaginalsex. Die Stimulation sorgt nicht nur für eine stärkere Erregung, sondern auch mehr Feuchtigkeitsproduktion – manche berichten auch, dass sie dadurch squirten. 

 

Was denkst du?

 

Ist Analsex vielleicht etwas für dich? Am wichtigsten bleibt, dass du alles in der Zeit machst und dich dabei wohlfühlst. Wenn du neugierig geworden bist, probiere es doch einfach mal aus! Und sobald du bereit bist, kannst du vielleicht auch jemand anderen für dein Hintertürchen begeistern. Viel Spaß beim Experimentieren und bloß nicht das Gleitgel vergessen! 

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