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Was tun gegen Eifersucht?

VH

Valerie Herrmann

Kaum jemand bleibt in ihrem oder seinem Leben vor ihr verschont: der garstigen Eifersucht. Sie beißt sich ätzend und sauer ins Herz, den Magen und den Kopf. Rational denken ist dann nicht mehr drin und alles scheint plötzlich unglaublich ungerecht 

Wenn ihr dieses Gefühl kennt, könnt ihr wahrscheinlich bestätigen, dass es in keiner Art von Beziehung Gutes mit sich bringt. Sowohl euch, aber auch euren Partnerinnen und Partnern zuliebe ergibt es also Sinn, sich mit der Herkunft und den Folgen dieser Emotion auseinanderzusetzen und zu lernen, mit ihr umzugehen.  
Wie ihr das machen könnt, das erfahrt ihr hier. 

„Ich bin ja nur eifersüchtig, weil ich dich liebe!“ 

Obwohl sie eigentlich eine so hässliche und schmerzhafte Empfindung ist, wird Eifersucht in unserer Gesellschaft häufig noch romantisiert. Statt sie als eine toxische Emotion wahrzunehmen, wird sie als Zeichen echter Zuneigung oder Liebe verklärt.

Denn: Man kann ja nicht eifersüchtig sein, wenn einem jemand egal ist. Ergo: Nur wenn ich wirklich starke Gefühle für eine Person habe, bin ich überhaupt eifersüchtig.

 

Natürlich stimmt, dass man den oder die anderen ein wenig gernhaben muss, um eifersüchtig zu sein. Es ist aber falsch, die Eifersucht deshalb einfach unhinterfragt anzunehmen, unfaire Handlungen damit zu rechtfertigen oder von anderen zu erwarten, ihr Verhalten an die eigene Eifersucht anzupassen. Denn sie ist kein Kompliment, sondern ein Zeichen eurer eigenen Unsicherheiten, eures fehlenden Vertrauens und vor allem: das Gegenteil von gesunder Liebe. Doch... 

… woher kommt die Eifersucht? 

Stellt euch Folgendes vor: Ihr seid verliebt, in einer glücklichen Beziehung und sprecht offen miteinander über eure Gefühle, sexuellen Wünsche und Vorlieben. Ihr wisst, was ihr an eurer Partnerin oder eurem Partner habt, aber auch, was er an euch hat. Ihr seid euch sicher, dass ihr beide zwei selbstständige Personen seid, die sich dazu entschlossen haben, gemeinsam durch dieses Kuddelmuddel namens Leben zu gehen.

Das key word hier ist: ihr habt euch füreinander entschieden. Ihr seid also die Wahl eures Partners bzw. Partnerin, nicht die Verpflichtung, eine Bereicherung und kein Muss. 

 

Jetzt seid ihr aber mit eurer Partnerin oder eurem Partner in einer Bar. Ihr trefft euch mit Freunden und es sind auch ein paar neue Leute mit dabei. Im Laufe des Abends scheint sich deine Partnerin oder dein Partner sehr gut mit einer der anderen Personen zu verstehen - sie unterhalten sich angeregt und lachen viel miteinander. 

Mit Blick auf die Ausgangssituation könnt ihr euch nun fragen: 

 

Wärt ihr eifersüchtig?

 

Es gibt hier theoretisch absolut keinen Grund dafür. Eure Beziehung ist stabil, ein Ende also nicht in Sicht und ihr wisst ganz sicher, dass ihr geliebt werdet. Eure Partnerin oder euer Partner hat euch noch nie einen Grund gegeben, ihr oder ihm nicht zu vertrauen. Trotzdem versetzt es euch einen Stich, ihr oder ihm zuzusehen, wie sie mit einer anderen Person gut versteht. Wieso ist das so? 

Per Definition bedeutet Eifersucht ...   

… dass ihr Angst habt, euch würde etwas weggenommen, was ihr besitzt. Wenn der Partner angeflirtet wird, könnte er einem abhandenkommen. Ein eifersüchtiger Mensch brennt mit dem Gefühl des potenziellen Verlustes einer Person, die ihm „gehört“. 

 

„Gehören“ ist jedoch ein Wort, das in einer Beziehung nichts zu suchen hat und der Besitzanspruch ein schmieriger Verbündeter der Eifersucht. Ihr besitzt natürlich niemanden.

Wenn ihr jemanden habt, der sich dafür entschieden hat, euch in sein Leben aufzunehmen, könnt ihr wenig Entfremdenderes tun, als der Person ein Gefühl von „du bist meins“ zu geben.

Sätze wie „Du findest den / die doch geil, gib’s zu!“, ständiger Kontrolle oder Verboten, wie nicht alleine feiern oder keine Freunde des anderen Geschlechts haben dürfen, überschreiten die Grenzen in einer Partnerschaft. Denn das ist nicht nur nervig und übergriffig, sondern nimmt der Liebe die Freiwilligkeit und erstickt sie früher oder später. Jemanden lieben und gleichzeitig im goldenen Käfig zu halten ist ein Widerspruch. Du kannst nicht ehrlich lieben, wenn du deiner geliebten Person so etwas Elementares wie Freiraum nimmst.  


Aber wie kommt man dazu, einer Person, die man liebt, das zu nehmen? Oder Angst zu haben, dass sie einen verlässt, wenn doch eigentlich klar ist, dass ihr euch wirklich liebt?

Die Ursache ist häufig die: Weil ihr denkt ihr seid nicht genug. Weil ihr denkt, die „Konkurrenz“ ist viel schöner, toller, lustiger, schlauer und begehrenswerter. ‚Bitte ersetz mich nicht, bitte finde mich am tollsten, geilsten und schönsten von allen.‘ Seid ehrlich, das ist es doch, was man bei Eifersucht denkt. Und zeugt nur davon, dass ihr glaubt, ihr hättet die andere Person nicht verdient. Und auch wenn der Satz „Babe, ich habe dich nicht verdient!“ erst sehr sweet klingt, so ist er doch traurig und toxisch. 

 

Aber das ist es: Wie viel hilft es, wenn dir zum Beispiel jemand sagt, dass er nichts an deinem Körper ändern würde– sickert die äußere Beurteilung wirklich in dein Hirn oder siehst du die Fehler trotzdem weiter? Eben. So verhält es sich auch mit der Eifersucht.

 

Es liegt in den meisten Fällen nicht an eurem Partner bzw. eurer Partnerin, wenn ihr eifersüchtig seid, sondern leider an euch selbst.

 

Natürlich sind nicht alle Beziehungen so perfekt wie die vorher beschriebene. Aber wenn ihr euch in einer gesunden, liebevollen Beziehung befindet und trotzdem eifersüchtig seid, seid ihr die Person, an der ihr arbeiten müsst.

Wenn ihr eurer Partnerin oder eurem Partner und eurer Liebe vertraut, ist Eifersucht kein Thema. Und wenn jemand sagt „Ich vertraue dir, aber nicht den anderen Männern/Frauen“, ist das Schwachsinn. Wie gesagt: Eure Partnerin oder euer Partner hat euch ausgesucht und ist schließlich kein willenloses Püppchen, das bei den ersten Anzeichen fremder Avancen in andere Arme fällt.

Denkt ihr euch denn, wenn euch jemand angräbt: „Oh, na gut, wenn du mich gut findest, dann beende ich halt meine Beziehung“. Come on, so viel solltet ihr eurer Partnerschaft schon zutrauen. Und wenn ihr Angst habt, dass sie sich fremd verlieben: Sorry, davor seid ihr nie geschützt und auch euch selbst kann das passieren. Doch auch hier: Wenn ihr daran arbeitet, euch für gut genug zu befindet und zur Überzeugung zu gelangt, dass ihr genauso eine Bereicherung für das Leben Anderer seid wie sie für eures, plagt euch diese Angst nicht im Beziehungsalltag.  

 

Fragt euch, ob ihr glücklich seid in eurer Beziehung.

 

Ob ihr eure Probleme gemeinsam bewältigen könnt oder nicht, ob respektvoll mit euch umgegangen wird oder nicht. Wenn hinter eurem Rücken gedatet wird, der Expartnerin oder dem Expartner Nudes geschickt werden, ihr extra eifersüchtig gemacht werdet mit Kommentaren dazu, wer alles Interesse an eurer Partnerin oder eurem Partner hätte: Beziehungen zu beenden kann auch ein Akt der Selbstliebe sein. 

 

Bevor ich die Frage beantworte, wie ihr mit eurer oder der Eifersucht Anderer klarkommt, will ich noch einräumen: Eifersucht findet natürlich auch außerhalb von Beziehungen in Freundschaften oder Crushes statt.

 

Besonders bei unerwiderten Gefühlen ist sie eine aufdringliche Weggefährtin und besonders schwer wieder abzuschütteln. Jedoch müsst ihr auch hier den Unterschied zwischen Trauer um eine potenzielle, nicht erfüllbare Beziehung zu selbstschädigender Eifersucht verstehen. Es fühlt sich nie geil an, wenn ihr stark für jemanden fühlt und nicht dasselbe zurückbekommt.

Aber: Ein Mensch mit gesunder Selbstliebe empfindet dabei zwar Enttäuschung, versteht jedoch, dass ihm niemand anderes etwas wegnimmt. Man kann Gefühle eben nicht erzwingen. Also egal ob in Beziehung oder nicht: Letztendlich müsst ihr lernen, dieses teils überwältigende, eklige Empfinden der Eifersucht loszulassen. 

Wie komm ich mit Eifersucht klar? 

Der springende Punkt beim Umgang mit Eifersucht ist (wie so oft): Kommunikation. Einmal mit sich selbst und einmal mit eurem Gegenüber.

 

Zunächst zu eurer: Sprecht mit euch, ob im Kopf oder laut, und findet heraus, in welchen Situationen ihr euch eifersüchtig fühlt. Schreibt es euch am besten auf, denn das Gehirn ist visuell und simpel: Wenn ihr etwas seht und lest, versteht ihr es besser, als wenn es nur abstrakt gedacht wird. Vielleicht steht auf eurem Block dann: „Es macht mich eifersüchtig, wenn mein Freund einer Kollegin geschrieben hat.“ Oder „Wenn meine Freundin einen anderen anlächelt.“ Oder „mein Crush das Bild von jemandem anderen liket.“ Denkt einfach an vergangene Situationen und listet diese in auf.

Jetzt wandelt ihr die niedergeschriebenen Sätze im nächsten Schritt zu sogenannten „Ich-Botschaften“ um. Das ist eine recht simple Kommunikationsführungstechnik, die aber sehr wirkungsvoll ist. Dabei wandelt man „Du“-Sätze und Vorwürfe in „Ich“-Sätze um, die die eigenen Gefühle erklären sollen. Sie ist normalerweise für Dialoge gedacht, kann aber zum Verständnis der eigenen Gefühlslage gut als innere Monolog-Übung genutzt werden.

Also zum Beispiel statt „Es macht mich eifersüchtig, wenn sie eine Andere anlächelt“, schreibst du „Ich fühle mich unbeachtet/…, wenn sie eine Andere anlächelt.“ Oder „Ich fühle mich unsexy, wenn...“ Oder „Wenn sie/er das tut, habe ich Angst, dass...“. Es geht bei der Übung darum, dass du richtig verstehst, was in dir abläuft, wenn du Eifersucht spürst. Dass ihr sie klar runterbrecht in spezifische Gedanken und Gefühle.  

 

Schreibt also alle Gefühle, Fürchte und negativen Gedankengänge auf, die ihr in den vorher von euch festgelegten Szenarien gespürt habt. Wie eine Mindmap der Eifersucht. Das klingt etwas albern, aber bevor man an einem Gefühl arbeiten kann, muss man ihm sich erst richtig bewusst werden. Und gerade Eifersucht ploppt oft unerwartet auf und sträubt sich gegen Analyse. Diese Analyse macht ihr dann jedes Mal, wenn ihr Eifersucht empfindet. Muss natürlich nicht immer schriftlich sein, aber gerade zu Beginn hilft es.

Wenn ihr dann verstanden habt, woraus eure persönliche Eifersucht besteht und sie nicht mehr nur ein Überbegriff für ein unschönes, aber undefiniertes Gefühl ist, geht es in den nächsten Schritt. 

Die Wurzel der Eifersucht bearbeiten 

Eifersucht kommt von eigenen Unsicherheiten und / oder fehlendem Vertrauen und Selbstwert – und das fußt bei jedem Menschen auf einer anderen Ursache.

Der nächste Schritt im Kampf gegen das Eifersuchtsgefühl ist jetzt also die Arbeit an euren spezifischen Herausforderungen. Und das ist leider ein langwieriger Prozess, darauf müsst ihr euch einstellen. Denn es ist Arbeit an sich, dem eigenen Selbstwert und letztendlich eben der eigenen Selbstliebe. Darauf läuft es nämlich immer hinaus.  

 

Aber Selbstliebe lässt sich in den allermeisten Fällen leider nicht von heute auf morgen hochschrauben. Ihr habt nun mal monate- oder jahrelang dieselben „Hirnmuskeln“ vernachlässigt, seid immer wieder dieselben, in die Irre führenden Pfade langetrampelt. Klar, dass das Training und neuen Weg finden ein bisschen dauert. Also seid nicht zu streng mit euch, wenn ihr nach ein paar Übungen nicht plötzlich eifersuchtsfrei aufwacht.

Also: Wenn Eifersucht in euch aufbrodelt, sagt euch „Hey, du bist nur da, weil… (also z.B weil ich Angst habe vor.../ mit diesem Aspekt an mir Probleme habe…). Dann sagt euch, dass diese Ängste euch nicht bestimmen, sondern nur ein Gefühl von euch sind. Dass sie vollkommen unbegründet sind, weil eure Partner oder Partnerin sich für euch entschieden hat. Und sagt euch: Ich arbeite daran.  

 

Vielleicht klingt das für euch pseudopsychologisch, bescheuert oder zu simpel, um zu wirken. Aber das ist es nicht. Durch die Wiederholung dieser Übungen, das ständige Hinterfragen beim Aufkommen von Eifersucht und der Selbstbekräftigung, dass sie nur ein Gefühl ist, an dem ihr arbeitet, werdet ihr sie langfristig in Schach halten können. Am Anfang fühlt es sich weird und schwierig an, eben wie unbenutzte Muskeln trainieren, wird aber mit der Zeit immer leichter. Generell wird euch auch jegliche Übung, die eurem Selbstwert guttut, dabei helfen. Und nicht nur bei der Eifersucht, sondern natürlich auch allgemein in eurem Leben und in eurer Partnerschaft.  

 

Auf den Tisch packen 

Das Gute an dem Ganzen ist, dass ihr, wenn ihr mit jemandem zusammen seid, nicht alleine an euren schlechten Emotionen und Ängsten arbeiten müsst.

Oft lösen sich diese nämlich auf, wenn ihr mit eurer Partnerin oder eurem Partner darüber redet. Wie oft geht man von einer Sache aus, die die oder der Andere eigentlich komplett anders sieht? Wie oft hat man sich in seinem Leben schon im Nachhinein gedacht: Hätte ich das mal früher angesprochen? Und gerade, wenn die Handlungen einer anderen Person für euch Auslöser der Eifersucht sind, ist es zwingend nötig, ins Gespräch zu gehen.

Vielleicht glüht ihr vor Eifersucht, weil ihr denkt, die oder der Andere steht extrem auf eine Freundin oder einen Freund und am Ende findet ihr raus, dass eure Partnerin oder eurer Partner diese Person überhaupt nicht attraktiv oder interessant findet.

 

Sowas lässt sich leicht lösen, allerdings solltet ihr besonders hier auf die „Ich“-Botschaften zurückgreifen, denn sonst haut ihr ihr oder ihm nur Vorwürfe um die Ohren und schadet eurer Beziehung.

Mal angenommen, eure Freundin oder euer Freund schreibt in letzter Zeit häufiger mit jemandem anderen und ihr spürt, wie die Eifersucht in euch hochkocht. Statt von dem Schlimmsten auszugehen oder ihr oder ihm etwas zu unterstellen, kombiniert einen Ich-Satz mit einer Frage, beispielsweise: „Du, ich fühl mich zurzeit vernachlässigt, wenn du mit xy schreibst und mach mir Sorgen, dass du für sie/ihn Gefühle entwickelt hast. Lieg ich da richtig?“

Das resoniert logischerweise komplett anders, als „Du schreibst ständig mit xy, bist du verknallt, oder was?“ In den meisten Fällen wird eure Sorge ohnehin aufgelöst und es gibt eine gute Erklärung.

 

Umgekehrt genauso: Wenn eure Partnerin oder euer Partner eifersüchtig ist, geht nach diesem Prinzip an sie heran und findet heraus, woher die Eifersucht kommt. Wenn sie oder er euch einschränkt, drückt das mit Ich-Sätzen aus und erklärt, was es mit euch macht, anstatt die Augen zu verdrehen und die Emotion des Anderen nicht ernst zu nehmen oder wütend zu werden. 

 

Nicht nur in spezifischen Situationen, sondern auch allgemein solltet ihr mit eurer Partnerin oder eurem Partner über eure beziehungsweise ihre oder seine Eifersucht sprechen und in die Tiefe gehen. In der Kombination mit den Übungen an euch selbst ist eure Freundin oder euer Freund eine wahnsinnig wichtige und ergiebige Quelle für mehr (Selbst-)sicherheit. Außerdem lernt ihr euch durch diese intimen Gespräche immer besser kennen und lieben.

 

Das gilt übrigens auch für Freundschaften. Besonders, wenn in vorherigen Beziehungen Schlechtes erfahren habt, müssen euch eure Trigger bekannt werden, um an ihnen zu arbeiten.

Jedoch kennt die eben nur ihr selbst, wenn ihr sie nicht offen mitteilen lernt. Also: keine falsche Scham, sprecht, sprecht, sprecht. Das ist keine Schwäche, ganz im Gegenteil. Redet liebevoll mit euch selbst und mit den Anderen. Seid gnädig mit euch, so wie ihr es mit einer Freundin oder einem Freund wärt. Es wird nicht alles immer sofort klappen und ihr müsst lernen, euch zu verzeihen und die Selbstarbeit nicht wieder links liegen zu lassen, macht weiter!

 

Denn an ihr führt kein Weg vorbei, wenn ihr von eurer Eifersucht loslassen wollt. Andere sind da viel schneller, aber das ist egal, denn im Endeffekt geht es ja genau darum: Euch so lieben und schätzen zu lernen, wie es andere tun. Nur so könnt ihr eine gesunde – und eifersuchtsfreie – Liebe empfinden und danach handeln. 

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